Veranstaltungen

Veranstaltungsprogramm 2017

 

"Gesundheitswesen im Raum Erftstadt:

Einst und Jetzt"

Der folgende Vortrag fällt leider wegen Erkrankung des Vortragenden aus!

Do 19.10.  Hermann Tüttenberg,

Gesundheitswesen im Raum Erftstadt während der NS-Zeit

 

Der bereits 1929 gegründete Nationalsozialistische Deutsche Ärztebund (NSDÄB) bildete das Gegengewicht zum traditionellen Hartmannbund. Fester Bestandteil der NS Ideologie war das Konzept der Leistungsmedizin. Deren  Hintergrund war die Vorbereitung auf den Krieg und - bereits im Kindes- und Jugendalter - die Auslese auf rassische Reinheit. Gesund und stark sollte jeder Einzelne sein; Schwache und Kranke hatten in diesem Weltbild keinen Platz. Durch Auslese- und Ausmerzverfahren wollten die Nationalsozialisten vermeintlich “lebensunwertes Leben” gar nicht erst entstehen lassen, vielmehr es von vornherein vernichten. Die Umsetzung dieser Politik begann mit der Zwangssterilisierung und mündete schließlich in der Euthanasie. Die dabei gewonnenen Erfahrungen wurden für die Massenvernichtung der Juden eingesetzt. Diese nationalsozialistische Gesundheitspolitik wurde auch im Bereich der heutigen Erftstadt umgesetzt, wobei Parteiorganisationen, Gesundheitsbehörden und Ärzte zusammenwirkten.

H. Tüttenberg, langjähriger Schulleiter Liblarer Grundschulen, Autor von Beiträgen im Erftstädter Jahrbuch u. a. zur nat.soz. „Gesundheitspolitik“, beschäftigt sich seit Jahren mit Regional-geschichte, Volkskunde und landkölnischer Mundart.

 

Ort: Lechenich, Bonner Str. 41

        Hotel/Restaurant Haus Germania (Saal)

Zeit: 19.00 Uhr

 

 

Sa 18.11.  Deutsches Röntgen- Museum, Remscheid (Exkursion)

 

Wilhelm Conrad Röntgen wurde 1845 in Lennep geboren. Der Spross einer Tuchmacherfamilie verbrachte hier seine ersten Lebensjahre. 1895 entdeckte er an der Universität Würzburg die Strahlen, die heute die ganze Welt als Röntgenstrahlen kennt. Röntgens Arbeit revolutionierte nicht nur die gesamte medi-zinische Diagnostik und bereitete den Weg für viele hochtech-nologische Anwen-dungen. Der geniale Physiker, Entdecker und Forscher war Träger des ersten Nobelpreises für Physik.

2006 wurde das Deutsche Röntgen-Museum von einem wissenschaftlichen Spezialmuseum zu einem lebensnahen Themen- und Familienmuseum kreativen Forschens und erlebnisreichen Entdeckens umgestaltet. Die neue Auf- arbeitung der Themen reicht von allgemeinverständlich bis fachspezifisch, vom Mikro- bis zum Makrokosmos, von Forscherpfaden für Kinder bis hin zu multimedialen Daten-archiven. Nicht nur schauen und staunen, sondern aktiv und interaktiv selber ausprobieren und experimentieren, sich auf die Spuren Röntgens zu begeben und selbst zum Forscher werden, heißt die Devise.

 

Ort: 42897 Remscheid-Lennep, Schwelmer Str. 41

        Treffpunkt: Eingangsbereich des Museums

Zeit: 15.00 Uhr

 

Die Anfahrt erfolgt im eigenen PKW, eine Mitfahrmöglichkeit wird

rechtzeitig vom Geschichtsverein angeboten.

 

Do 7.12.    Dr. Frank Bartsch,

150 Jahre Marien-Hospital Frauenthal. Entwicklung des Medizinalwesens in Erftstadt vom Leprosenhaus bis zur modernen medizinischen Versorgung.

 

Die Ursprünge der Krankenanstalten, der Hospize, reichen in hiesiger Region zurück bis ins Spätmittelalter und in die frühe Neu- zeit: Wie anderwärts befand sich auch vor den Toren der Stadt Lechenich ein Siechenhaus, das erstmals 1507 erwähnt wird und bis Anfang des 18. Jahrhunderts stand.

In preußischer Zeit entstanden seit der zweiten Hälfte des 19. Jahr- hunderts in der Rheinprovinz in zahlreichen Städten und auf dem Land Krankenanstalten, die zu einer erheblichen Verbesserung des Gesundheitswesens beitrugen. Träger und Leiter dieser Anstalten waren neben den Kommunen und privaten Stiftern insbesondere kirchliche Organisationen, zumeist katholische Frauenorden, die sich in ihrer Fürsorge für Hilfsbedürftige dem Caritasgedanken ver- pflichtet fühlten und mit ihren Aufgaben in der Tradition der Armen-fürsorge der Kirche im Mittelalter standen. In diesem Kontext etablierte sich auch in Lechenich-Frauenthal eine Krankenanstalt, die seit ihrer Gründung am 24. Dezember 1867 – als private Stiftung des Kölner Weinhändlers Adolph Münch und seiner Ehefrau Helena für die medizinische Versorgung im mittleren Erfttal noch heute von Bedeutung ist.

Der Referent ist Leiter des Stadtarchivs Erftstadt und wurde u. a. mit diesem Thema an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn promoviert.

 

Ort: Lechenich, Bonner Str. 41

        Hotel/Restaurant Haus Germania (Saal)

Zeit: 19.00 Uhr

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Die Vortragsveranstaltungen des Geschichtsvereins sind kostenfrei.

Der Vortrag

Do 19.10. 19:00

Hermann Tüttenberg

Gesundheitswesen im Raum Erftstadt während der NS-Zeit

fällt wegen Erkrankung des Vortragenden aus.

Sa 14.11. 15:00

Besuch des deutschen Röntgen-Museums in Remscheid