Aktuell

150 Jahre Marien-Hospital Frauenthal

 

 

Das Marien-Hospital Frauenthal hat seine ältesten Ursprünge in einer Klostergründung der Cisterzienserinnen, die erstmals 1220 erwähnt wurde. 1450 wurde es dem Birgitten-Orden übertragen und 1802 säkularisiert.

 

1851 erwarben die Eheleute Münch das Anwesen und stifteten 1867 ein Armenhospital das von den Vincentinerinnen betreut wurde. Hieraus entstanden bis heute das moderne Marienhospital sowie im Sinne der Stifter das Altenpfegezentrum und das Hospiz Haus Erftaue.

 

Jahresprogramm 2017

 

Gesundheitswesen im Raum Erftstadt:

 

Einst und Jetzt

 

Die Pflege kranker und hilfloser Menschen ist im Mittelalter und bis in die frühe Neuzeit im Wesentlichen eine Aufgabe religiöser Gemein-schaften gewesen. Daneben tritt seit dem 19. Jahrhundert der Staat, hier im Rheinland Preußen, als regelnde und überwachende Autorität mit der Absicht, eine möglichst gleichmäßige Gesundheitsversorgung in seinem gesamten Staatsgebiet zu garan-tieren. Mit der Industrialisierung, den rasch wachsenden Industrieorten und den entstehenden Großstädten wurden Hygiene und Gesundheits-einrichtungen wie Krankenhäuser und Gesundheitsämter auch zu einer kommunalen Aufgabe, allein schon, um die Entstehung und Ausbreitung von Epidemien zu verhindern. In der Entwicklung des Gesundheitswesens hinkte der kleinstädtische und ländliche Bereich hinterher. Hier stellten neben kirchlichen Organisationen vor allem die niedergelassenen Ärzte und die Apotheken die medizinische Versorgung sicher.

 

Forschung und zunehmende Spezialisierung sowohl bei den Kliniken wie auch bei den Fachärzten haben in den beiden letzten Jahrhunderten die Medizin und die Gesundheitsversorgung revolutioniert. Dabei sind insbesondere in den letzten Jahrzehnten zunehmend Formen alternativer Medizin ins Bewusstsein gerückt.

 

Die Gefahren einer ideologisch pervertierten Medizin zeigt das Beispiel der NS-Zeit, in der die Medizin in den Dienst einer radikalen Rassenpolitik gestellt wurde. Der Förderung der „rassisch wertvollen“ „erbgesunden“ Bevölkerung stand die Ausschaltung und Vernichtung der „Ballastexistenzen“ gegenüber, mit der Konsequenz von Zwangs-sterilisationen und Krankenmorden, verharmlosend „Euthanasie“ genannt; Medizin als „Heilen und Vernichten“.


 

Erftstädter Totenzettelsammlung ergänzt

 

Totenzettel aus dem Raum Erftstadt werden vom Geschichtsverein laufend erfasst, d.h. die Grunddaten werden erfasst und die Zettel selbst eingescannt und anschließend im Internet bereitgestellt. Zum Jahresmitte 2016 wurden knapp 400 weitere Exemplare aufgenommen, sodass nun rd. 1400 Totenzettel aus dem Raum Erftstadt eingesehen werden können. Eine alphabetische Liste ist auf unserer Homepage abgelegt. Die einzelnen Totenzettel können unter http://www.rhein-erft-geschichte.de aufgerufen werden. Hier sind insgesamt 39 600 Totenzettel aus dem Rhein-Erft-Kreis erfasst.

Sollten bei Ihnen noch Totenzettel in einer Schublade schlummern, stellen Sie sie dem Geschichtsverein ggf. auch leihweise zur Erfassung zu Verfügung.

Zur Zeit gibt es keine aktuellen Veranstaltungen.